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Das neue Jahr beginnt mit einigen Überraschungen, die wir natürlich sogleich sezieren mussten. Dass Gold und Silber in 2025 stark performt und sich somit einmal mehr als Antipode zum US-Dollar erwiesen haben, weiß mittlerweile jedes Kind, dass es jedoch noch eine andere Antipode zum Hegemon gibt, die die meisten nicht auf der Liste hatten, ist wohl die Überraschung des Jahres – zumindest für so manchen Politiker des Wertewestens.
In unserem ersten NL-Beitrag des Jahres 2026 stellen wir Euch diesen neuen Player in diesem Video vor.
Die zweite nicht minder große Überraschung kommt aus Südamerika. In meinem Artikel „Kettensäge ohne Mut“ beschreibe ich, wie Uruguay leise, aber konsequent beginnt, sich vom US-Dollar zu lösen und damit echte monetäre Souveränität zurückzugewinnen, während Argentinien trotz libertärer Kettensägen-Rhetorik weiterhin brav im Dollar verschuldet bleibt. Die Entdollarisierung beginnt damit auch in Südamerika – allerdings nicht dort, wo man sie erwartet hätte, sondern dort, wo Mut größer ist als die Angst vor Washington: in Uruguay.
Der b.com Hausjurist Dr. Dr. Schimanko ordnet in seinem aktuellen Beitrag die US-Politik gegenüber Venezuela in einen strategischen Rückzug der USA aus dem globalen Hegemonialanspruch ein - zugunsten einer Fokussierung auf Südamerika und Ostasien. Nach dem US-Militärschlag vom 03.01.2026 deutet vieles darauf hin, dass Donald Trump weniger an Demokratieexport als an geopolitischer Kontrolle und dem Zugang zu venezolanischem Erdöl interessiert ist – vor allem, um China zuvorzukommen.
Die Fähe analysiert im dieswöchigen Kommentar, wie und warum ein kaum 40 Kilometer breiter Landstreifen im Südkaukasus zum geopolitischen Zünddraht zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten wird. Am Zangezur-Korridor prallen Interessen von Aserbaidschan, Armenien, Türkei, Iran, Russland, China und den USA aufeinander – unter dem Deckmantel von Infrastruktur, Handel und Frieden. Was als Verkehrsprojekt verkauft wird, entpuppt sich als Machtfrage über Einfluss, Souveränität und neue Handelsachsen. Der Text macht klar: Hier geht es nicht um Straßen, sondern um Ordnungsmacht, Kontrolle und die tektonische Verschiebung der Weltpolitik.
Und unser geopolitischer Experte Wolfgang Effenberger wagt eine Prognose für 2026 und stellt fest, dass im nächsten Jahr kein Aufschwung zu erwarten ist, sondern ein statistisch geschöntes Durchwurschteln auf Pump, bezahlt mit Schulden, Rüstung und Realitätsverweigerung. Europa „feiert“ 1 % Wachstum, während es seine Industrie, Energiesouveränität und soziale Stabilität gleich mitverheizt – Panzer statt Produktivität.
Die alte Weltordnung ist tot, die Neue noch hässlich: kein Crash, sondern die schonungslose Offenlegung eines unhaltbaren Systems. 2026 wird das Jahr, in dem die Masken fallen – und jeder sieht, was Wohlstand ohne Substanz wirklich wert ist.
Im Namen der Redaktion darf ich Euch allen (zumindest jenen, die heuer noch kein Sauerkraut gegessen haben) ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen und bedanke mich herzlich für Eure Treue und Euer Interesse an unseren Analysen.
Bleibt’s uns bitte auch 2026 gewogen
Euer, Thomas Bachheimer